Chronik des TSV Timke e.V.

 

1949: Vereinsgründung als FC Kirch-Westertimke bei Gastwirt Willenbrock, anwesend sind 36 Vereinsmitglieder. Zunächst wurde eine Fußballmannschaft aufgestellt. Fußball wurde viel von den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen gespielt, die den Sport aus ihrer Heimat kannten. Es wurde im sog. Internierungslager - genannt Lager -  in Westertimke auf einem Schotterplatz gespielt. Später wurde in Eigenleistung in Westertimke am Verdel ein neuer Platz hergerichtet. Als Umkleideraum diente eine alte Baracke. Die Ausrüstung musste selbst bezahlt werden. Der Sport wurde ein wichtiger Integrationsfaktor.

Die Linien auf dem Sportplatz zogen die Timker mit Sägespänen, die Eckfahnen nähten die Spielerfrauen aus schwarz-weißem Stoff – den Timker Vereinsfarben.

Offizielle Sportplätze und Sporthallen gab es nicht. In der Nachkriegszeit fehlte es an allem. Im Freien wurde Fußball, Handball, Faustball oder Schlagball gespielt, auf dem Saal bei Willenbrock wurde geturnt oder Tischtennis gespielt. Hier wurde jeden Mittwoch geturnt. An Turngeräten standen Reck, Barren, Pferd und Medizinbälle zur Verfügung. Die Geräte wurden durch eine Luke in der Decke auf den Boden herabgelassen. Zum Anlaufnehmen wurden die Türen vom Saal und Clubzimmer geöffnet, um über das Pferd zu springen.

1956 – 1959: In dieser Zeit wurde kein Fußball mehr gespielt. Viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene zogen weg, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Fußballmannschaft des FC Kirch-Westertimke wird wegen Spielermangel abgemeldet. Die Sparten Turnen, Leichtathletik, Laienspiel, Volkstanz und Tischtennis kommen hinzu. Es werden auch weibliche Mitglieder aufgenommen, dank Lehrer Masch aus Westertimke, Männer und Frauen turnen gemeinsam.

1958: Umbenennung in TSV Kirch-Westertimke, später in TSV Timke. Gründung Kinderturnabteilung: Geturnt wurde zunächst bei Willenbrocks auf dem Saal, später wurde das Kinderturnen in die Halle nach Bülstedt verlegt.

1961: Einweihung des neuen mit viel Eigenleistung erstellten Sportplatzes, zur Verfügung gestellt von der Gemeinde Kirchtimke. Seit dieser Zeit wird hier ohne Unterbrechung Fußball gespielt.

1962:  Das 16. Kreis-Turn- und Sportfest findet unter großer Beteiligung der Bevölkerung in Kirchtimke statt, ausgerichtet vom TSV. Im gleichen Jahr wird das Freibad Kirchtimke eingeweiht.

1963 – 1964: Es wird eine Aschenbahn erstellt.

1964: Gründung Tischtennisabteilung

1967: Einweihung Umkleidegebäude: Mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde Kirchtimke und sehr viel Eigenleistung wurde das Umkleidegebäude erstellt. Vorher zog man sich bei Willenbrocks um, ging dann zum Platz und nach dem Spiel zurück. Die Prellballabteilung wird gegründet.

1971: Gründung Altherrenmannschaft und Jugendmannschaften

1980: Bau und Einweihung des 2. Sportplatzes

1982: Gründung Damenfußballmannschaft und JSG Ummel

1983: Erweiterung Umkleidegebäude

1993: Das Kreis-Kinder-Turn- und Sportfest findet in der Kaserne Westertimke statt, organisiert vom TSV Timke

1994: Leichtathletikwettkämpfe, Volkswandern und Festveranstaltung im Rahmen des Kreis-Turn- und Sportfestes finden in der Kaserne Westertimke statt, organisiert vom TSV Timke

1996: Gründung Spielgemeinschaft Oldies über 40 mit dem TSV Rhade und MTV Ostereistedt

1997: Gründung Mädchenfußballmannschaften

2000: Der TSV Timke schließt eine Kooperation mit dem TSV Bülstedt-Vorwerk. Fortan können alle Mitglieder, egal, in welchem Verein, an allen Sportangeboten der beiden Vereine teilnehmen und zahlen nur in ihrem Stammverein einmalig Beitrag. Durch die Kooperation wurde die Fortführung des Kinderturnens gesichert. Der TSV Bülstedt-Vorwerk stellt die Halle zur Verfügung, der TSV Timke hat größtenteils die ÜbungsleiterInnen.

2005: Anbau Vereinsheim auf Initiative des damaligen Vorsitzenden Werner Kayser

Das Vereinsheim nach dem Umbau 2005

 

2012: Die Vereine TSV Timke und SV Eintracht Hepstedt-Breddorf fusionieren in ihren männl. Jugend- und Herrenfußballabteilungen und gründen zu diesem Zweck einen neuen Fußballverein mit dem Namen „FC Ummel“.